Als Schulsozialarbeiterin an der Jenaplanschule Markersbach liegt mir die seelische Gesundheit unserer Schüler besonders am Herzen. Umso mehr freue ich mich, dass wir am 7. und 10. November 2025 das Team des Werner-Felber-Instituts für Suizidprävention und interdisziplinäre Forschung im Gesundheitswesen e.V. bei uns begrüßen durften.
Dank der Unterstützung der AOK PLUS, die das Projekt finanziell gefördert und damit überhaupt möglich gemacht hat, konnten unsere Schüler der Kurse 8 und 9 am HEYLiFE-Suizidpräventionsprogramm teilnehmen.
In den Workshops ging es um Themen, die im Schulalltag oft zu kurz kommen – über Belastungen, Krisen und Hilfsangebote, aber auch über Selbstwert, Hoffnung und Lebensfreude. Durch offene Gespräche, kreative Übungen und ehrliche Begegnungen lernten die Jugendlichen, dass es völlig in Ordnung ist, über Sorgen zu sprechen und dass Hilfe zu suchen ein Zeichen von Stärke ist.
HEYLiFE steht für einen positiven und lebensbejahenden Ansatz: Nicht die Krise, sondern der Weg daraus steht im Mittelpunkt. Besonders beeindruckt hat mich, wie respektvoll und aufmerksam unsere Schüler miteinander umgingen. Viele haben gespürt, dass Zuhören und Verständnis manchmal das Wichtigste sind, was man einander schenken kann.
Das Programm hat deutlich gezeigt, dass Suizidprävention nicht nur Aufklärung ist, sondern eine Herzensangelegenheit. Es stärkt das Miteinander, das Vertrauen und den Mut, Hilfe anzunehmen oder selbst Hilfe anzubieten. Prävention ist Zukunftsarbeit. Mit Programmen wie HEYLiFE werden junge Menschen gestärkt, um mit den Herausforderungen des Lebens sicherer und bewusster umzugehen – fit für die Zukunft, wie es die AOK PLUS treffend formuliert.
Jenny Morgenstern – Schulsozialarbeiterin an der Jenaplanschule (GAFUG mbH Oberlungwitz)